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Nr. 5 - G.I. Blues (Paramount / 1960)
deutscher Titel: Café Europa

Filmlänge: 104 Minuten
Premiere: 20.10.1960 / erste inoffizielle Aufführung: 18.08.1960 in Dallas
US Kinostart: 23.11.1960

Filmlänge: 103 Minuten (deutsche Fassung)
Premiere in Deutschland: 23.12.1960


Ein Farbfilm in Technicolor.

Regie: Norman Taurog
Produzenten: Hal B. Wallis
Drehbuch: Edmund Beloin, Henry Garson
Vorlage: Warren Low
Musikalische Leitung: Joseph J. Lilley
Kamera: Loyal Griggs
Spezialeffekte: John P. Fulton
Ausstattung: Sam Comer, Ray Moyer
Schnitt: Warren Low
Kostüme: Edith Head
Ton: Harold Lewis, Charles Grenzbach
Choreografie: Charles O'Curran
Musikalische Begleitung: The Jordanaires


Darsteller:

Elvis Presley ..... Tulsa McLean
Juliet Prowse ..... Lili
Robert Ivers ..... Cookie
Letitia Roman ..... Tina
James Douglas ..... Rick
Sigrid Maier ..... Marla
Arch Johnson ..... Sergeant McGraw
Mickey Knox ..... Jeeter
John Hudson ..... Captain Hobart
Ken Becker ..... Mac
Jeremy Slate ..... Turk
Beach Dickerson ..... Warren
Trent Dolan ..... Mickey
Carl Crow ..... Walt
Fred Essler ..... Papa Mueller
Ronald Starr ..... Harvey
Ludwig Stossel ..... Puppenbühnenbesitzer
Fred Kruger ..... Herr Klugmann
Edward Stroll ..... Dynamite
Hannerl Melcher ..... Gitarrenspielerin
Britta Eckman ..... Rothaarige
The Jordanaires ..... The Jordanaires

Deutsche Stimme für Elvis: Rainer Brandt


Handlung:

Tulsa, Cookie und Rick, drei amerikanische Soldaten, die in Deutschland ihre Dienstzeit verbringen, haben eine Musik-Combo gegründet und spielen in ihrer Freizeit in Tanzlokalen. So hoffen sie genügend Geld zu verdienen, um nach ihrer Entlassung aus der Armee in Oklahoma einen Nachtclub eröffnen zu können.

Als ihre Einheit nach Frankfurt verlegt wird, schließen die Soldaten eine Wette ab, in der es darum geht, ob es dem Soldaten Dynamite gelingt, eine Nacht mit der Nachtclubtänzerin Lili (die als kalt und unnahbar gilt) aus dem Café Europa zu verbringen. Dynamite wird jedoch in letzter Minute nach Alaska verlegt und so kommt es dazu, dass Tulsa für ihn einspringen muss, um die 300 Dollar, um die er gewettet hat, nicht zu verlieren.

Es dauert nicht lange und zwischen Tulsa und Lili entsteht eine gegenseitige Zuneigung, so dass ihn die Wette eigentlich nicht mehr interessiert.

Tulsa übernimmt dann für ein befreundetes Paar den Job des Babysitters, kommt aber mit dem Baby nicht zurecht. Als er sich nicht mehr zu helfen weiß, ruft er Lili an, damit sie ihm hilft. Lili bittet ihn mit dem Baby in ihre Wohnung zu kommen. Die Kameraden von Tulsa liegen immer auf der Lauer, um zu kontrollieren, ob er wirklich eine ganze Nacht bei Lili verbringt. So sind sie der Meinung, Tulsa geht mit Champagner und anderen Utensilien zu Lili, weil er einen Korb trägt (in dem in Wahrheit das Baby ist) und freuen sich auf eine bald gewonnene Wette. Als Tulsa tatsächlich die Nacht über bei Lili bleibt, gilt die Wette am nächsten Tag als gewonnen.

Am nächsten Tag finden Proben für eine Show der Armee statt, auch Lili ist dabei und hier erfährt sie zufällig, dass sie Gegenstand einer Wette war. Auch der Vorgesetzte von Tulsa hat davon erfahren und will ihn strafversetzen. Erst als Marla und Rick (die Eltern des Babys) die Situation aufklären und bestätigen, dass sie Tulsa wirklich zum Babysitten gebraucht hatten, können sie Lili davon überzeugen, dass Tulsa nicht wegen der Wette bei ihr war.

Sie verzeiht ihm und sie gestehen sich gegenseitig ihre Liebe, es kommt zu einem Happy-End.


Songs: aufgenommen bei Radio Recorders in Hollywood

Shoppin' around - aufgenommen am 27.04.1960
Didja ever - aufgenommen am 27.04.1960
Doin' the best I can - aufgenommen am 27.04.1960
G.I. Blues - aufgenommen am 27.04.1960
Frankfort special - aufgenommen am 27.04.1960
Tonight is so right for love - aufgenommen am 27.04.1960

Big boots - aufgenommen am 28.04.1960
Big boots - slow - aufgenommen am 28.04.1960
What's she really like - aufgenommen am 28.04.1960
Blue suede shoes - aufgenommen am 28.04.1960
Pocketful of rainbows - aufgenommen am 28.04.1960
Wooden heart - aufgenommen am 28.04.1960

Big boots - slow - aufgenommen am 06.05.1960
Shoppin' around - aufgenommen am 06.05.1960
Pocketful of rainbows - aufgenommen am 06.05.1960
Frankfort special - aufgenommen am 06.05.1960
Tonight's all right for love - aufgenommen am 06.05.1960
Big boots - aufgenommen am 06.05.1960


Während der Drehpausen:
v.l.n.r.: Laurence Harvey, Dean Martin und Shirley McLaine, Elvis

Weitere Informationen:

Dreharbeiten: 21.04.1960 bis 24.06.1960
Die Außenaufnahmen entstanden bereits im Sommer 1959 in Friedberg, Aßmannshausen, Idstein, Frankfurt, Wiesbaden und Rüdesheim.
Einspielergebnis: 4.3000.000 Dollar

Zuerst war Elvis Filmname Tulsa McCauley, wurde aber in Tulsa McLean geändert, in vielen Filmbesprechungen wird aber Tulsa McCauley verwendet.

Alle Aufnahmen in Deutschland wurden bereits im Sommer 1959 ohne Elvis gemacht, er drehte ausschließlich auf dem Paramount-Gelände.

Während der Dreharbeiten bekam Elvis hohen Besuch, zum einen von den Prinzessinnen aus Schweden, Norwegen und Dänemark, und zum anderen vom nepalesischen Königspaar, Bumiphol und Sirikit.

In der Duschszene wurde nur bei Nahaufnahmen Seife benutzt, beim Dreh der Szenen wurden statt Seife Holzklötze verwendet.

Das Baby im Film wurde in Wirklichkeit von 6 Babys (3 Zwillingspaare) gespielt, jedes Baby hatte einen Sicherheitsbeamten zur Aufsicht und bekam pro Drehtag 22,05 Dollar Gage.

Der österreichische Schauspieler Ludwig Stossel (im Film der Besitzer des Puppentheaters) spielte in diesem Film seine letzte Rolle.

In Mexiko kam es bei einer Aufführung von "G.I. Blues" zu Randalen, Sitze wurden herausgerissen und Fenster vom Kino eingeschlagen. Das hatte zur Folge, dass alle zukünftigen Elvis-Filme in Mexiko verboten wurden.

Ebenfalls im Studio waren die Stars Dean Martin, Shirley McLaine und Laurence Harvey.