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Nr. 6 - Flaming Star (20th Century Fox / 1960)
deutscher Titel: Flammender Stern

Filmlänge: 101 Minuten
Premiere: 20.12.1960, Los Angeles / erste inoffizielle Aufführung: 23.11.1960 in Westchester in Kalifornien / zweite inoffizielle Aufführung: 25.11.1960 in Inglewood
US Kinostart: 22.12.1960

Filmlänge: 91 Minuten (deutsche Fassung)
Premiere in Deutschland: 17.03.1961
Erstaufführung im TV: Deutschland am 14.12.1974 bei ARD (Sehbeteiligung 40%)


Ein Farbfilm in CinemaScope der 20th Century Fox in DeLuxe Color.

Regie: Don Siegel
Produzenten:
David Weisbart
Drehbuch:
Clair Huffaker / Nunnally Johnson
Vorlage:
nach dem Roman "Flaming Lance" von Clair Huffaker
Musik:
Cyril J. Mockridge
Kamera:
Charles C. Clarke
Spezialeffekte:
Ausstattung:
Walter M. Scott / Gustav Bernsten
Schnitt:
Hugh S. Fowler
Kostüme:
Adele Balkan
Künstlerische Leitung: Duncan Cramer, Walter M. Simonds
Choreografie: Josephine Earl


Darsteller:

Elvis Presley ..... Pacer Burton
Steve Forrest ..... Clint Burton
Barbara Eden ..... Roslyn Pierce
Dolores Del Rio ..... Neddy Burton
John McIntire ..... Sam Burton
Rudolfo Acosta ..... Buffalo Horn
Karl Swenson ..... Dred Pierce
Ford Rainey ..... Doc Phillips
Richard Jaeckel ..... Angus Pierce
Anne Benton ..... Dorothy Howard
L.Q. Jones ..... Tom Howard
Douglas Dick ..... Will Howard
Tom Reese ..... Jute
Marian Goldina ..... Ph'Sha Knay
Monty Burkhardt ..... Ben Ford
Ted Jacques ..... Mr. Hornsby
Rodd Redwing ..... Indianer
Perry Lopez ..... Two Moons
Roy Jensen ..... Matt Holcom
Red West ..... Indianer
Barbara Beaird ..... Dottie Phillips
Virginia Christine ..... Mrs. Phillips

Deutsche Stimme für Elvis: Rainer Brandt


Handlung:

Die Familie Burton steht immer zwischen den Kämpfen der Weißen und der Indianer. Sam Burton ist Weißer, seine zweite Frau Neddy ist eine Kiowa. Sein älterer Sohn Clint aus seiner ersten Ehe ist auch weiß, sein Bruder Pacer ist ein Halbblut.

Burtons Nachbar-Ranch von den Howards wird von Indianern überfallen, in Brand gesetzt und die Familie getötet. Daraufhin kommen einige aus der Siedlung der Weißen um anzufragen, auf welcher Seite die Burtons im Ernstfall denn stehen werden. Dabei beleidigen sie Neddy Burton und es kommt zu einem Handgemenge, schließlich reiten sie wieder davon. Als Pacer und Neddy alleine zuhause sind, kommen zwei Fremde und werden von Neddy bewirtet. Als Pacer aber kurz das Haus verlässt, werden sie zudringlich, was Pacer erkennt, als er ins Haus zurückkommt. Als sie wieder aufbrechen wollen, werden sie von Pacer hinter dem Haus verprügelt.

Am Morgen danach kommt der Häuptling der Kiowa mit seinen Kriegern, um Pacer für sich zu werben. Der aber zögert. Später beschließen Pacer und Neddy zum Indianerlager zu reiten, um nochmal mit den Indianern zu reden. Auf dem Rückweg werden sie von einem der Indianer begleitet. Einer der Howards, der den Überfall auf ihre Ranch überlebt hat, kriecht in den Bergen umher und sieht den Wagen mit Neddy und Pacer, sowie den Indianer auf dem Pferd. Er schießt auf den Indianer und trifft ihn tödlich. Pacer schleicht sich zu den Felsen und kann den Schützen töten.

Als er zum Wagen zurückkommt, findet er seine Mutter schwer verletzt vor. Er bringt sie zurück nach Hause und beschließt, mit seinem Bruder Clint ins Dorf zu reiten und einen Arzt zu holen. Sie verlieren aber viel Zeit, weil der Arzt nicht mitkommen will und sie ihn zwingen müssen. Als sie zur Ranch kommen, ist Neddy bereits gestorben.

Pacer schließt sich daraufhin dem Stamm der Indianer an und reitet mit ihnen zusammen gegen die Weißen. Sam Burton wird inzwischen beim Zusammentreiben der Tiere aus einem Hinterhalt erschossen, Clint findet ihn und schwört Rache. Als die Indianer vorbeireiten, kommt es zum Kampf und Clint wird verwundet. Pacer bindet ihn auf ein Pferd und hofft, dass es Clint zur Siedlung der Weißen bringt.

Pacer will die Ranch nun alleine verteidigen, wird dabei aber auch schwer verwundet. Er reitet am nächsten Morgen in die Siedlung, um zu sehen, ob Clint angekommen ist. Dieser wurde bereits verarztet und kommt aus dem Haus, um mit Pacer zu sprechen. Pacer sagt ihm, dass er den Todesstern der Kiowa gesehen habe und in die Hügel reiten wolle, um ihm zu begegnen.


Songs: aufgenommen bei Radio Recorders in Hollywood am 08.08.1960

Black star - nicht verwendet - aufgenommen am 08.08.1960
Summer kisses, winter tears (nicht im fertigen Film zu sehen) - aufgenommen am 08.08.1960
Britches (nicht im fertigen Film zu sehen) - aufgenommen am 08.08.1960
A cane and a high starched collar - aufgenommen am 08.08.1960

Flaming Star - aufgenommen am 07.10.1960
Flaming Star (Schlusstitel-Version) - aufgenommen am 07.10.1960


Weitere Informationen:

Dreharbeiten: 08.08.1960 bis 18.09.1960
Die Außenaufnahmen entstanden
auf der Conejo-Filmranch, außerhalb von Thousands Oaks, Kalifornien und zwei weitere Ranches im San Fernando Valley nahe Los Angeles.

1958 waren Frank Sinatra (Clint) und Marlon Brando (Pacer) für die Rollen der Burton-Brüder vorgesehen.

Arbeitstitel für den Film waren auch noch "Flaming Lance", "Flaming Heart", "Black Star", "Black Heart".

Der Stuntman Tom Sweet sollte die harten Szenen für Elvis übernehmen, doch Elvis machte seine Sache so gut, dass er nicht gebraucht wurde.

Die Rolle der Roslyn bekam zuerst die britische Schauspielerin Barbara Steele, weil Barbara Eden zuerst nicht mitmachen konnte, da sie gerade einen anderen Film drehte. Bei Steele gab es aber Probleme wegen ihres Akzents und sie wurde gefeuert, inzwischen war auch Barbara Eden frei geworden und übernahm nun doch die Rolle.

Während einer Kampfszene zwischen Elvis und Red West (spielt einen Indianer) hat sich Red einen Arm gebrochen.

Am 23.11.1960 wurde "Flaming Star" mit 2 Songs vorgeführt, zwei Tage später in Inglewood wurde er mit 4 Songs gezeigt, nach dieser Vorführung entschloss man sich die Version mit den 2 Songs in den Kinos zu zeigen.

Auf Elvis' Wunsch hin stand die in den zwanziger und dreißiger Jahren sehr bekannte Schauspielerin Dolores Del Rio nach einer freiwilligen Filmpause von 11 Jahren wieder vor der Kamera, in der Rolle seiner Mutter.

Elvis sollte braune Kontaktlinsen über seinen natürlichen blauen Augen tragen, aber er vertrug sie nicht.

Regisseur Siegel stellte fest, dass Elvis nach einer Kampfszene völlig fertig war: er hatte sie nicht nur gespielt, sondern gelebt, gefühlt. Einmal mussten die Dreharbeiten eingestellt werden, da Elvis eine geschwollene Wange hatte, ein Weishaitszahn musste entfernt werden.

Am 27. Dezember 1960 wurde Elvis für seine Darstellung des Pacer Burton von den Indianern geehrt und in den "Los Angeles Indian Tribal Council", eine Art Stammesrat, aufgenommen und wurde Blutsbruder der Mitglieder dieser Vereinigung.