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Nr. 7 - Wild in the country (20th Century Fox / 1961)
deutscher Titel: Lied des Rebellen

Filmlänge: 114 Minuten
Premiere: 15.06.1961 in Memphis
US Kinostart: 22.06.1961

Premiere in Deutschland: 08.09.1961
Erstaufführung im TV: Deutschland am 02.09.1979 bei BR


Ein Film der 20th Century Fox in CinemaScope und mit Farbe von DeLuxe.

Regie: Philip Dunne
Produzenten:
Jerry Wald
Drehbuch:
Clifford Odets
Vorlage:
nach dem Roman "The lost country" von J.R. Salamanca
Musik:
Kenyon Hopkins
Kamera:
William C. Mellor
Spezialeffekte:
Dekoration/Ausstattung:
Walter M. Scott / Stuart A. Reiss
Bauten: Walter M. Scott, Stuart A. Reiss

Schnitt:
Dorothy Spencer
Kostüme: Don Field
Ton:
Alfred Bruzlin / Warren B. Delaplain


Darsteller:

Elvis Presley ..... Glenn Tyler
Hope Lange ..... Irene Sperry
Tuesday Weld ..... Noreen
Millie Perkins ..... Betty Lee Parsons
Rafer Johnson ..... Davis
John Ireland ..... Phil Macy
Gary Lockwood ..... Cliff Macy
William Mims ..... Rolfe Braxton
Raymond Greenleaf ..... Dr. Underwood
Christina Crawford ..... Monica George
Doreen Lang ..... Mrs. Parsons
Charles Arnt ..... Mr. Parsons
Ruby Goodwin ..... Sarah
Will Cory ..... Willie Dace
Red West ..... Hank Tyler
Harry Shannon ..... Sam Tyler
Walter Baldwin ..... Mr. Spangler
Jason Robards Sr. ..... Judge Parker
Alan Napier ..... Professor Joe B. Larson

Deutsche Stimme für Elvis: Rainer Brandt


Handlung:

Glenn Tyler hat schon früh seine geliebte Mutter verloren, zu seinem trunksüchtigen Vater und seinem arbeitsscheuen Bruder Hank hat er ein gespanntes Verhältnis.

Als Glenn und sein Bruder wieder mal eine Auseinandersetzung haben und Glenn mit einem Melkschemel zuschlägt, ergreift er die Flucht. Er ist der Meinung, er hat seinen Bruder getötet. Er wird gefasst und der Fall kommt vor einer Gerichtsaufsichtsbehörde zur Sprache. An der Verhandlung nimmt auch die Psychologin Irene Sperry teil. Glenn bekommt eine Bewährung und wird der Aufsicht seines Onkels Rolfe unterstellt. Der führt einen Betrieb für Alkoholmixturen und nimmt Glenn als Hilfsarbeiter auf. Eine Auflage ist, dass Glenn einmal pro Woche bei Irene erscheint.

Im Hause seines Onkels trifft Glenn auf dessen Tochter Noreen mit ihrem Baby. Die behauptet, verheiratet zu sein, was Glenn aber bald als Lüge durchschaut. Noreen versucht Glenn für sich zu gewinnen. Dies ist auch im Interesse von Rolfe, doch Glenn hält zu seiner Jugendliebe Betty Lee.

Bei einem seiner Besuche bei der Psychologin Irene Sperry vertraut Glenn ihr an, dass er sich zur Schriftstellerei berufen fühle. Sie ermuntert ihn daraufhin zu einem Erlebnisbericht, erkennt in diesem tatsächlich seine Begabung und will ihm ein College-Stipendium vermitteln. Als Glenn sich wieder einmal mit Betty Lee trifft, überrascht sie deren Vater und wird beleidigend. In dieser Nacht wird Glenn schwach und als Noreen und er alleine zu Hause sind, passiert es - sie wird seine Geliebte. Nachher betrinken sie sich und fahren zu Irene Sperrys Haus. Sie schreien dort herum und sprengen das Haus mit einem Gartenschlauch ab.

Als Onkel Rolfe seine Kupplerabsichten deutlich werden lässt, überwirft sich Glenn mit ihm, Irene glättet jedoch die Wogen. Es kommt der Tag, an dem Irene Glenn zur Universität fährt, ein positives Unterfangen. Bei der Rückfahrt werden sie aber von einem Unwetter überrumpelt und verbringen die Nacht in getrennten Zimmern in einer Unterkunft - magisch zueinander hingezogen, doch die Vernunft ist stärker als die Gefühle.

Cliff Macy, der Sohn von Anwalt Macy (er verehrt Irene schon seit Jahren) ist in dieser Nacht ebenfalls Gast in jener Unterkunft. Er verbreitet später ein denunzierendes Gerücht in der kleinen Stadt. Irene, auf der Flucht vor ihrer Liebe zu Glenn, gibt Anwalt Macy das Ja-Wort. Glenn verzweifelt an der geliebten Frau und stößt Drohungen gegen den Verleumder Cliff aus. Mit Noreen und ihrem Baby will Glenn im Lastwagen seines Onkels Rolfe in eine ungewisse Zukunft fliehen. Unterwegs stellt er Cliff Macy und schlägt ihn nieder, ein harmloser Boxhieb wie er glaubt. Er wird jedoch an der Grenze verhaftet, weil Cliff tot ist.

Obwohl Irene bei der Verhandlung im Schwurgerichtssaal trotz ihrer verletzten Frauenehre die Wahrheit nicht verschweigt und für Glenn aussagt, leugnet Anwalt Phil Macy, dass sein Sohn schwer herzkrank war und dieses Leiden seine Todesursache sein könnte. Alles spricht dafür, dass Glenn einen Mord beging. Verzweifelt geht Irene einen Weg, der für sie den letzten Ausweg bedeutet. Ihr Selbstmordversuch rüttelt jedoch Macy wach. Seine erlösende Aussage rettet Glenn und auch Irene wird gerettet.

Vor Glenn liegt ein neues Leben. Das Stipendium ist ihm gewährt. Irene bringt ihn zum Zug, es ist kein Abschied für immer.


Songs: aufgenommen bei Radio Recorders in Hollywood

Lonely man - aufgenommen am 07.11.1960 (herausgeschnitten)
Lonely man (solo) - aufgenommen am 07.11.1960
In my way - aufgenommen am 07.11.1960
Wild in the country - aufgenommen am 07.11.1960
Forget me never - aufgenommen am 07.11.1960 (herausgeschnitten)

I slipped, I stumbled, I fell - aufgenommen am 08.11.1960

Husky dusky day (Duett mit Hope Lange nur im Film zu sehen)


Weitere Informationen:

Dreharbeiten: 07.11.1960 - 08.01.1961
Die Außenaufnahmen entstanden
im Napa Valley (ein Weinanbaugebiet 50 Meilen nördlich von San Francisco), St. Helena, Calistoga

Bei den Dreharbeiten bekam Elvis von RCA eine Platin-Uhr für 75 Millionen verkaufte Platten.

Hope Lange, die im Film eine viel ältere Frau spielt, war aber tatsächlich nur ein Jahr älter als Elvis.

Als Millie Perkins Elvis in einer Szene schlagen muss, bricht sie sich das Handgelenk.

Red West hatte in diesem Film seine erste Sprechrolle.

Der Film sollte ohne Songs gedreht werden. Im letzten Moment entschied man aber einige Titel hineinzunehmen.

Lonely Man und Forget Me Never wurden aus dem fertigen Film herausgeschnitten, werden aber in vielen Reviews erwähnt.

Es wurde auch ein Filmende gedreht, in dem Irene Sperry stirbt. Bei einer Probevorführung entschied sich aber das Publikum für das Ende, indem sie überlebt. So kam der Film mit diesem Ende in die Kinos.

Der britische Discjockey Jimmy Saville besuchte Elvis während der Dreharbeiten und überreichte ihm eine Goldene Schallplatte für eine Million verkaufter Scheiben von It's now or never aus Großbritannien.

Eine weitere prominente Besucherin war die damals erst 16 Jahre alte Sängerin Brenda Lee.