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Nr. 33 - Elvis on tour (MGM / 1973)
deutscher Titel: Elvis on tour

Filmlänge: 93 Minuten
erste Vorführung: 01.11.1972
US Kinostart: 06.06.1973

Premiere in Deutschland: August 1980


Ein Film von Metro Goldwyn Mayer in Metrocolor.

Regie: Pierre Adidge und Robert Abel
Produzenten:
Pierre Adidge und Robert Abel
Kamera: David Myers, Erik Daarstad, Michael Livesey, Jim Wilson, Dick Pearce, Fritz Roland, Mike Brown, Steve Larner, David Stewart, Bert Spielvogel
Schnitt: Ken Zemke


Musiker:

Elvis Presley
James Burton (Lead-Gitarre)
Charlie Hodge (Gitarre und Gesang)
Ronnie Tutt (Schlagzeug)
Glen Hardin (Piano)
Jerry Scheff (Bass)
John Wilkinson (Rhythmusgitarre)

Orchesterleitung: Joe Guercio

Begleitstimmen:
Kathy Westmoreland
The Sweet Inspirations
J.D. Sumner and the Stamps Quartet

Bühnenkomödiant: Jackie Kahane
Texter für Jackie Kahane: Barry Adelman und Barry Silver


Handlung:

Es wurden vier komplette Shows gefilmt: Am 7. April in Dayton/Ohio, am 9. April in Hampton Roads/Virginia, am 10. April in Richmond/Virginia und am 18. April in San Antonio/Texas.

Während "Johnny B. Goode" zu hören ist, sieht man filmische Studien von Elvis' Bewegungen, teilweise in Zeitlupe; er trägt einmal den dunkelblauen, dann den hellblauen und den weißen Anzug mit rotem Cape. Vor Elvis' Auftritt in San Antonio sieht man den Komödianten Jackie Kahane auf der Bühne.

Elvis kommt in seinem roten Anzug herein und unterhält sich mit Charlie Hodge über technische Details wie die Beschaffenheit der Bühne usw. und bemerkt, dass er jedesmal vor einem Auftritt Lampenfieber hat.

Während das Eröffnungsthema gespielt wird, betritt Elvis in einem hellblauen Anzug mit Cape die Bühne in Hampton Roads und singt See See Rider und Polk Salad Annie. Zu Beginn sieht man Elvis auf der dreifach geteilten Leinwand, dann erfolgt der Wechsel zur doppelten und dann Vollbild. Polk Salad Annie ist hier ohne Sprechteil zu hören.

Es geht nun fast zwei Wochen zurück und wir sehen Elvis bei der Aufnahmesession vom 27. März, er nimmt Seperate Ways auf. Beim ersten Take nur mit Pianobegleitung und ohne Echo, beim zweiten mit Echo und mehr Begleitinstrumenten. Danach fährt er im Mercedes zu einem Flugzeug.

Elvis trägt nun einen weißen Anzug mit einem roten Halstuch und Cape, er singt Proud Mary und Never been to Spain, wieder auf dreifach geteilter Leinwand zu sehen. Als sein neues Lied kündigt er dann Burning love an. Vorher jedoch stellt er seine Band und den Begleitchor, J.D. Sumner & The Stamps, vor und natürlich auch The Sweet Inspirations, Kathy Westmoreland, Joe Guercio und sein Orchester und Charlie Hodge. Man sieht diese Leute nicht nur auf der Bühne, sondern während der namentlichen Vorstellung auch beim Verlassen des Flugzeuges oder anderen Gelegenheiten. Nach der Vorstellung verlässt Elvis fluchtartig die Bühne und stürzt mit Joe Esposito, Red West und Charlie Hodge in eine bereit stehende Limousine.

Während Elvis gedankenverloren aus dem Fenster des Wagens blickt, sieht man alte Schwarzweißfotos von Elvis und hört die Melodie von Don't be cruel, kommt in ein Foto aus der Ed Sullivan-Show plötzlich Leben und Elvis singt Don't be cruel und Ready Teddy. Dann folgen Wochenschauausschnitte aus der Armeezeit, von der "Love me tender"-Premiere usw. Elvis wird auf den folgenden Fotos immer jünger. Währenddessen spricht Elvis' Vater Vernon darüber, wie schnell alles vor sich ging.

Die mit Schneematsch bedeckten Straßen von Dayton/Ohio sind zu sehen, einem von Elvis' Auftrittsorten.

J.D. Sumner & The Stamps singen The Lighthouse. Elvis hört zu und ist von der Schönheit der Stimmen gefesselt. Anschließend spricht er darüber, wie sehr ihn die Gospelmusik beeinflusst hat und singt mit den Stamps und Charlie Hodge bei einer Studioprobe Leade me, guide me und Bosom of Abraham.

Auf verschiedenen Bühnen, im hellblauen und im roten Anzug, singt Elvis Love me tender und küsst verschiedene weibliche Fans, während man Kuss-Szenen aus verschiedenen MGM-Filmen von Elvis sieht. Nach einigen kurzen Showausschnitten kommt Elvis im roten Anzug auf die Bühne und singt Until it's time for you to go. Danach sieht man Elvis im roten und im weißen Anzug Suspicious minds singen, zwischendurch demonstriert er im hellblauen Anzug Karate. Während eine weitere Show vorbereitet wird - man sieht das Ausladen der Instrumente, den Soundcheck in der Halle - singt Elvis im Hotelzimmer I John und eine Zeile von I need your lovin'.

Im dunkelblauen Anzug singt Elvis eine fantastische Version von Bridge over troubled water und bittet dann darum, alle Lichter im Saal anzuknipsen, um auch einmal das Publikum zu sehen. Dann singt er Funny how time slips away. Aus der selben Show sieht man dann An American Trilogy.

Nun folgen Eindrücke von den verschiedenen Orten, an denen Elvis auftritt, u.a. auch Greensboro (14. April). Der Bürgermeister von Richmond überreicht Elvis einen Stadtschlüssel in Form einer Gitarre und ist sehr freundlich zu Elvis. In den fünfziger Jahren gab es in den Staaten wohl kaum einen Bürgermeister, der freundlich zu ihm gewesen wäre, da man die Krawalle fürchtete, die mit einem Elvisauftritt oft einher gingen. Elvis stimmt kurz den alten Countrysong Carry me back to old Virginny an, denn Richmond liegt in Virginia.

Am Tor 5 des Flugplatzes begrüßt Elvis anschließend einige Fans. Elvis' Freund George Klein legt in Memphis eine Platte von Elvis auf, man hört eine unbekannte Liveversion von Suspicious minds (nur angespielt), dazu sind die Tore von Graceland, Vernon auf einem Pferd, ein Teil der Stadt Memphis zu sehen. Anschließend folgt ein Ausschnitt aus der Pressekonferenz, die Elvis am 9. Juni in New York gab.

Es folgt nun wieder ein Teil des Auftritts in Hampton Roads vom 9. April, Elvis im hellblauen Anzug singt I got a woman/Amen, A big hunk o' love und You gave me a mountain. Dann kündigt er das Stamps Quartet an, die Sweet sweet spirit singen werden, er selbst singt nicht, spricht aber den Text mit. Es geht weiter mit Lawdy Miss Clawdy und Can't help falling in love. Die Show ist zu Ende und Elvis flüchtet ins Auto.

Während der Nachspann läuft, ist Memories (von 1968) zu hören und man sieht nochmals einige Szenen mit Elvis und seiner Begleitung im Bus, im Hotel und an anderen Plätzen.


Songs:

Johnny B. Goode
See See Rider
Polk Salad Annie
Seperate Ways
Proud Mary
Never Been To Spain
Burning Love
Don't Be Cruel/Ready Teddy (Ed Sullivan Show)
The Lighthouse (J.D. Sumner and the Stamps)
Lead Me, Guide Me
Bosom Of Abraham
Love Me Tender
Until It's Time For You To Go
Suspicious Minds
I John
I Need Your Lovin' Every Day (1 Zeile)
Bridge Over Troubled Water
Funny How Time Slips Away
An American Trilogy
I Got A Woman/Amen
A Big Hunk O' Love
You Gave Me A Mountain
Sweet Sweet Spirit (J.D. Sumner and the Stamps)
Lawdy Miss Clawdy
Can't Help Falling In Love


Weitere Informationen:

Dreharbeiten: Beginn März 1972

On Tour ist Elvis' letzter Spielfilm und wieder eine Dokumentation. Und welch ein großartiger Film es ist. Bezeichnend ist es, dass die Motion Picture Academy es versäumte, diesen Film auch nur in der Kategorie Dokumentarfilm zu nominieren, obwohl er den Golden Globe als bester Dokumentarfilm des Jahres gewann. Auf teilweise mehrfach gesplitteter Leinwand verfolgt der Zuschauer eine Elvis-Tournee durch mehrere amerikanische Städte. Neben den Eindrücken von der Nervosität des Stars vor dem Auftritt, Bildern von der Bühnenshow und dem alltäglichen Tourneestress stellt der Film auch den Privatmann Elvis Presley vor und gibt Nachhilfeunterricht in der Geschichte dieses Stars.