Bill E. Burk

Bill Eugene Burk, "007", ist am 24.04.2008 um 10:10 Uhr vormittags im Baptist Memorial Hospital einem Herinfarkt erlegen. Er wurde 75 Jahre alt.

Bill Burk war ein großartiger und auch ein kritischer Promoter des Elvis-Andenkens. Durch seine vielen Bücher (z.B. "Early Elvis - The Tupelo Years", "The Humes Years" und "The Sun Years") und sein langjähriges Magazin "Elvis World" wurde er bekannt durch das Korrigieren von falschen Mythen und Sagen, welche um Elvis herum "gewoben" wurden. Bill war Journalist/Kolumnist für die großen Zeitungen von Memphis. In dieser Position schrieb er viel über verschiedene Prominente und natürlich vor allem über Elvis Presley. Über ihn schrieb er mehr als 400 Zeitungsartikel. Ein bekanntes Foto ist das, als Elvis bei seiner Rückkehr aus der Armee in Deutschland im Bahnwaggon Bill Burk ein Interview gibt (siehe Foto weiter unten).

Über Jahre hinweg war er ein Ansprechpartner für Elvisfans aus der ganzen Welt.

Bill Eugene Burk (*11.11.1932 in Memphis) war Absolvent der South Side High School (1949) und der Memphis State University (1958). Nach seiner Kindheit und Jugend liebte es der ausgebildete Athlet in Baseball, Basketball und Football, als Trainer an verschiedenen Schulen zu arbeiten.

Er arbeitete in der Clover Farm-Molkerei, später dann bei den Zeitungen United Press International, Memphis Mirror und Commercial Appeal, bevor er dann 1957 Good-Evening-Kolumnist beim Memphis Press Scimitar wurde. Hier arbeitete er, bis die Zeitung 1983 schloss. Aber er arbeitete gleichzeitig auch noch für andere Zeitungen wie den Commercial Appeal.

Preisgekrönter Journalist der lokalen Zeitung in Memphis (Memphis Press Scimitar), dessen Aufgabe es war, über Elvis zu berichten. Hieraus ergab sich durch viele Treffen und Interviews mit Elvis im Laufe der Jahre eine enge Freundschaft. Bill Burk lebte nur eine Minute von Graceland entfernt und besuchte Elvis dort immer wieder. Und oft revanchierte sich Elvis mit einem Gegenbesuch. Bill nahm Elvis im Mai 1960 mit auf dessen ersten privaten Rundflug in Memphis und half ihm, seine Flugangst zu überwinden, unter der er seit einem Beinaheabsturz im April 1956 litt. Bill war intimer Kenner der Elvis-Szene, die er von erster Stunde an eng begleitete und war deswegen hochangesehener Gast internationaler Elvis Meetings auf der ganzen Welt. Von Elvis-Experten unbestritten war sein außerordentliches Fachwissen, welches er in mehreren Büchern über Elvis - insbesondere in seiner "Early Elvis"-Trilogy - veröffentlicht hat.

Diese beiden Fotos entstanden am 7. März 1960, als Bill Burk mit Elvis nach dessen Entlassung aus der Armee aus Deutschland im Zug fuhr.

Bill Burk war damals der einzige Journalist, zusammen mit seinem Fotografen Bill Leaptrott - ein Schulfreund von Elvis - dem Elvis erlaubte, ihn während dieser Zugfahrt von Grand Junction nach Memphis zu begleiten.

Er war ein erfahrener Pilot in der Luftwaffe und erreichte den Rang eines Lieutenant Colonel, war im Einsatz in Korea, Vietnam und Mittelamerika. 1969 erhielt er die Air Force-Ehrenmedaille. Später gründete er das PROPWASH MAGAZINE, das von Piloten der gesamten USA gelesen wurde. Auch private Rundflüge über Memphis und Umgebung konnte man bei ihm buchen.

Als Elvis starb, berichtete er über die Ereignisse nonstop über einen Zeitraum von einer Woche, in der er nur sehr wenig Schlaf bekam.

Nach dem Ende des Memphis Press Scimitar war er kein Unbekannter mehr in der Elvis-Welt. Er wurde Gründer, Herausgeber und Autor des ELVIS WORLD-Magazins (Druckversion und Internet), das eine weltweite Leserschaft hatte. Insgesamt war er Autor von 13 Büchern, die meisten davon über Elvis Presley.

Außerdem war er an weiteren 21 Büchern als Autor beteiligt. Zusätzlich war er freiberuflicher Autor vieler verschiedener Themen und Co-Moderator von Sportsendungen der Radiostationen WWEE und WMPS in Memphis. Er trat in mehreren Fernseh-Nachrichten-Shows und der TV-Serie Route 66 auf, außerdem in 5 Filmen. Im Internet schrieb er regelmäßig Kolumnen für das Elvis Information Network.

Bill Burk gewann 1980 den Memphis-Tourismuspreis. Damit war er der erste Journalist, der diesen Preis gewann. Er hatte immer ein offenes Ohr für die Elvis-Fans und verbrachte viel Zeit mit ihnen, holte sie bei Bedarf vom Flughafen oder Bus ab oder brachte sie hin, spielte höchstpersönlich den Reiseleiter in Memphis und auch Tupelo.

Während seiner abwechslungsreichen Karriere war Bill u.a. auch Sport-Informations-Direktor an der Memphis State University, Informations-Offizier der nationalen Luftaufsicht, Vize-Präsident und Präsident der Sunbelt Public Relations-Vereinigung und Dozent für Journalistik-Studenten an der Memphis State University.

Er war zweimal Tennessee UPI-Kolumnist des Jahres, dreimal Scripps-Howard-Kolumnist des Monats.

Er liebte es, um die Welt zu reisen und war ein begeisterter Fotograf.


Vor Bill waren bereits seine Eltern Ernest Coy und Virginia Josephine Burk, seine Schwester Carolyn Hopper und sein Sohn Michael Burk gestorben.

Bill Eugene Burk hinterlässt seine Frau Connie, mit der er seit 21 Jahren verheiratet war, seine Ex-Frau Frances Burk, seine Söhne Gary und Randy und seine Tochter Jennifer. Außerdem seine 8 Enkel Scott, Travis und Hannah Burk, Madison Willis, Megan Royds, Jesse, Jessica und Zachary Burk.

Die zuletzt erschienene Ausgabe des ELVIS WORLD-Magazines vom Februar 2008 wird wahrscheinlich die letzte Ausgabe sein.

Elvis World Online beim Elvis Information Network: http://www.elvisinfonet.com/billburkselvisworld1.html

E-mail Bill und Conny Burk: beb007@worldnet.att.net