Carolyn Jones
Carolyn Jones war von 1953 bis 1964 die erste Ehefrau des erst später sehr erfolgreichen Fernsehproduzenten Aaron Spelling. Von 1968 bis 1977 war sie mit dem Filmregisseur Herbert S. Greene verheiratet. Bereits vom Tod gezeichnet heiratete sie 1982 ihren Kollegen Peter Bailey-Britton, ihren Partner in der Fernsehserie Capitol, für die sie ihren letzten Auftritt vor der Kamera geschwächt im Rollstuhl sitzend absolvierte.

Im Alter von 54 Jahren starb am 3. August 1983 in Hollywood die am 28. April 1929 in Amarillo/Texas geborene Carolyn Sue Baker an Krebs. Sie spielte 1958 mit Elvis in King Creole - Mein Leben ist der Rhythmus das leichte Mädchen mit Herz, Ronnie. Elvis gab ihr einst den Spitznamen "Hot Lips", da sie beim Drehen der Schlussszene am Lake Pontchartrain eine Virusinfektion und hohes Fieber hatte.

Seit ihrer Kindheit wollte die schwer asthmakranke Carolyn Jones zum Film. Bereits kurz nach dem Schulabschluss unterzog sie sich deshalb einer Schönheitsoperation.

Schon in der Highschool wirkte Carolyn Jones bei Theateraufführungen mit und war in dieser Zeit sogar als Discjockey bei einer lokalen Radiostation tätig. Nachdem sie graduiert hatte, ging sie nach Hollywood und absolvierte am Pasadena Playhouse ihre Schauspielausbildung, die sie 1950 abschloss. 1953 heiratete sie den Bühnenregisseur Aaron Spelling, die Ehe hielt bis 1964. Inzwischen hatte sie einen Filmvertrag bei Paramount. Für diese Gesellschaft drehte sie ihre ersten 16 Filme, darunter auch King Creole. Nach der Scheidung von Spelling zog sie sich für einige Zeit zurück, heiratete den Musiklehrer Herbert Greene, kehrte aber nach Hollywood zurück.

1952 drehte sie ihren ersten Film The turning point mit William Holden, dann die Komödie Road to Bali mit Bing Crosby und Bob Hope. Im Jahr darauf wirkte sie in dem Science-Fiction-Klassiker War of the world - Krieg der Welten, in dem 3D-Film House of wax - Das Kabinett des Professor Bondi und in dem Polizeifilm The big heat - Heißes Eisen mit. 1954 gab man ihr die Rolle der Madame Tallien in dem Marlon-Brando-Streifen Desiree, 1955 kamen Rollen in dem Marilyn-Monroe-Film The seven year itch - Das verflixte siebte Jahr und in Tender trap - Die zarte Falle mit Frank Sinatra. Das nächste Jahr brachte ihr eine Rolle in dem bekannten Science-Fiction-Film Invasion of the body snatchers - Die Dämonischen unter der Regie von Don Siegel und in The opposite sex. 1957 kam Bachelor party - Die Junggesellenparty, hier erhielt sie für ihren nur sechs Minuten dauernden Auftritt eine Oscar-Nominierung - und der Thriller Baby Face Nelson - So enden sie alle, wieder unter der Regie von Don Siegel. Dann folgte als erster Film des Jahres 1958 King Creole, woran sich Marjorie Morningstar - Die Lebe der Marjorie Morningstar mit Natalie Wood und der Western Last train from Gun Hill - Der letzte Zug von Gun Hill anschlossen.

Im Jahr 1959 war sie wieder neben Frank Sinatra in dem Streifen A hole in the head - Eine Nummer zu groß zu sehen, daran schloss sich The man in the net (Regie: Michael Curtiz) an. Letzter Film 1959 war Career - Viele sind berufen mit Dean Martin und Sirley MacLaine. Die sechziger Jahre begannen mit Ice Palace - Titanen mit Richard Burton, dann 1961 Sail a crooked ship - Ganoven gehen an Bord (hier spielte auch Dolores Hart mit) und eine kleine Rolle in dem Western How the west was won - Das war der Wilde Westen.

1963 spielte Carolyn in der Komödie A ticklish affair unter der Regie von George Sidney, in der Hauptrolle war Gig Young zu sehen, Elvis' Partner aus Kid Galahad.

Dann sah man sie erst 1968 wieder in dem Western Heaven with a gun - Pulver und Blei neben Glenn Ford in der weiblichen Hauptrolle. Ein Jahr später folgte der in Australien gedrehte Krimi Color me dead, 1976 der Reißer Death trap - Blutrausch mit Neville Brand, 1977 eine Rolle neben David Soul in dem TV-Film Little ladies of the night und 1980 Alligator - Der Horror-Alligator zusammen mit Dean Jagger, einem alten Bekannten aus King Creole.

Zwischendurch arbeitete Carolyn Jones auch für das Fernsehen. In den Jahren 1964/65 spielte sie die Mortitia in The Addams Family und in den siebziger Jahren übernahm sie eine Rolle in Roots. Zuletzt war sie etwa ein Jahr lang in der TV-Serie Capitol zu sehen, bevor ihre Krankheit sie im April 1983 zwang, aufzuhören.

An Angehörigen hinterließ sie ihren dritten Ehemann, den Schauspieler Peter Bailey-Britton und eine Schwester.